Janina Lamberty

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Die Kunst von Janina Lamberty: abstrakte Assemblagen des Zufalls

In den Arbeiten von Janina Lamberty geht es um die Vergänglichkeit des Augenblicks und um die Konzentration auf einen ganz bestimmten Moment, wie etwa beim japanischen Zen-Bogenschießen. Indem sie bewusst den Zufall als Gestaltungsprinzip einsetzt, sieht sich Janina Lamberty in der Tradition einer modernen Kunst, die von der Gleichwertigkeit des Gestalteten und des Gefundenen, des Rationalen und des Unbewussten überzeugt ist.

Wasserfall-artige Strukturen aus bunten Cañas“-Stäben

Bei den ihren typischen „Cascadas“- Arbeiten beschäftigt sich Janina Lamberty mit einer Transformation von Wasserfallmotiven aus „Cañas“-Stäben (spanisch für „Röhrchen“). Die „Cañas“, die Lamberty bildhauerisch einsetzt, sind bis zu 120 cm lang und bestehen aus Stroh, und sind mit eingefärbtem und bemaltem Japanpapier umwickelt. Das Umwickeln der Cañas ist als ein eigenständiger Arbeitsprozess zu begreifen. Als Schlussfixierung dient ein Kunstharzfirnis.

Die Stäbe sind in farblich unterschiedliche Abschnitte unterteilt und stellen die Brechungen des Lichts im Wasser dar. Ein erster Arbeitsschritt bringt bei den „Cascadas“ eine rhythmische Wellung hervor, und dafür ist die Wahl des Papiers mit seiner spezifischen Materialität ganz entscheidend. Diese Wellung dient als Vorgabe für den zweiten Arbeitsgang, nämlich das Eincollagieren von papiernen Fundstücken. Bei ihnen kommt es wesentlich auf die Farbigkeit an und auf die Pointierung der Farben innerhalb der Wellung. Die Rhythmisierung der Farbwerte lässt ahnen, wie sich ein Wasserfall beim Herabstürzen beschleunigt.

Janina Lamberty – feinsinnige Moderatorin des Zufalls

Lamberty lässt ihre Cañas -Stäbe nach dem Mikado-Prinzip herunterfallen und versucht dann, einen bestimmten Moment des Fallens festzuhalten. Auf diese Weise ergeben sich Strudel, Wirbel und bündelartige Formen, die an Getreidegarben erinnern. Man sieht farbliche Schwerpunkte, z.B. hier und da eine Verdichtung von Rot-Tönen, und diese Pointierungen lassen schließlich ahnen, dass es hier letztlich nicht um das reine Chaos geht, sondern um eine Akzentuierung und Moderierung des Zufalls.

Wo die Cañas eine symmetrische Grundstruktur erkennen lassen, zielt dies auf unser Orientierungsverhalten: Der Gleichgewichtssinn ist im Kleinhirn verankert; er lässt uns wahrnehmungspsychologisch jegliche symmetrische Ordnung als ästhetisch perfekt empfinden, während die Asymmetrie die Balance emotional stört.

Installationen voll Modernität und kontemplativer Ruhe

Meditativ-kontemplative und rituelle Momente spielen bei dem Werfen und Arrangieren der Stäbe eine tragende Rolle. Die daraus resultierenden „Cañas-Bündel“ inszeniert die Künstlerin als Wandreliefs, als säulenförmige Raumskulpturen und als übergreifende Rauminstallationen.

Janina Lambertys Arbeiten wurden bereits erfolgreich auf diversen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Spanien, Großbritannien, Frankreich, Polen und Korea gezeigt, sowie auf auf internationalen Kunstmessen wie der Art Karlsruhe und Artfair Köln.

In Nordrhein-Westfalen wird die abwechselnd in Düsseldorf und in Barcelona arbeitende Künstlerin exklusiv von der Galerie Kellermann vertreten.

Ausstellungen (Auswahl)

2016 Art Karlsruhe
2016 Galerie Kellermann, Duesseldorf
2015 Galerie Kellermann, Duesseldorf
2010 Goethemuseum, Duesseldorf
2009 Kunstgalerie Mensing, Duesseldorf
2009 Punto-arte, Kunstgalerie, Barcelona, Spanien
2008 Robert Phillips Gallery, Walton on Thames, Großbritannien
2008 Beverly Fine Art Gallery, Yorkshire, Großbritannien
2008 Collins Gallery, Glasgow, Großbritannien
2007 Bovince Kunstgalerie, London, Großbritannien
2007 Sherborne House, Dorset, Großbritannien
2007 Ovada Gallery, Oxford, Großbritannien
2007 Gallery Artzone, London, Großbritannien
2006 Art Karlsruhe
2005 art.fair 05, Koeln
2005 Kunsthaus 414, Kunstgalerie, Barcelona, Spanien
2005 Kulturzentrum Sant Jordi, Barcelona, Spanien
2005 Papiermuseum, Duszniki Zdrój, Polen
2005 Kunsthaus 414, Barcelona, Spanien
2004 Delphine Corincotte Kunstgalerie, Marseille, Frankreich
2004 Sori Arts Center, Jeonju, Korea
2004 Kunstgalerie Àmbit, Barcelona, Spanien
2004 Montcada Kunstgalerie, Barcelona, Spanien
2003 Papiermuseum Molí Paperer, Capellades, Barcelona, Spanien
2003 Kunstgalerie Àmbit, Barcelona, Spanien
2002 Städtische Galerie Sant Boi, Barcelona, Spanien
2001 Kunstgalerie des Bayerischen Landesvermessungsamtes, Muenchen
2001 Kulturzentrum“ CasaTaulé“, Barcelona, Spanien
2000 Städtische Galerie Willich, Schloß Niersen, Duesseldorf
1999 Kunstakademie Terrassa, Barcelona, Spanien
1997 Leopold-Hoesch-Museum, Dueren

Werke auf Anfrage

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Galerie Kellermann