Joseph Beuys

2015/03/joseph-beuys-bio-770x305.jpg

Joseph Beuys – der bedeutendste Künstler der deutschen Nachkriegszeit

Joseph Beuys (1921-1986) gilt bis heute als einer der wichtigsten und einflussreichsten Protagonisten der Kunst des 20. Jahrhunderts. Als herausragender Aktionskünstler, Kunsttheoretiker, Bildhauer und Zeichner setzte er sich intensiv mit sozialphilosophischen Themen, dem Humanismus und der Anthrophie auseinander. Ausgehend von der Fluxus-Bewegung entwickelte er seinen „erweiterten Kunstbegriff“ und das Konzept der „Sozialen Plastik“ als gesellschaftliches Gesamtkunstwerk.

„Jeder Mensch ist ein Künstler“

Joseph Beuys stellt mit seinen Aktionen und Kunstwerken den Kunstbegriff als Solchen in Frage. Intensiv beschäftigt er sich mit dem Problem, wie die Kunst in der heutigen Industriegesellschaft existieren kann und welche neuen Aufgaben ihr zukommen. Mit symbolbehafteten Naturmaterialien wie Filz, Fett und Honig betont Joseph Beuys den Symbolwert des Materials. Eine schamanisch mythische Aufladung dieser Werkstoffe erklärt er selbst durch traumatische Kriegserlebnisse im zweiten Weltkrieg.
Als Künstler schafft Joseph Beuys ein gewaltiges Oeuvre, dass alle herkömmlichen Gattungsgrenzen sprengt. Neben den prozesshaften Kunstaktionen umfasst es Rauminstallationen, plastische Werke, Aquarelle, Zeichnungen, Grafiken, Multiples und Schriften.

Revolutionär, Schamane, Lehrmeister

1961 wird Joseph Beuys als zum Professor für monumentale Bildhauerei an die Düsseldorfer Kunstakademie berufen. Fortan vermittelt er wie kein anderer zuvor seine Ideen als Lehrer („Wer nicht denkt, fliegt raus!)“ und wirkt maßgeblich auf zahlreiche seiner Schüler und die Kunst überhaupt ein. Beuys betreute ungewöhnlich viele Studenten und brachte sehr unterschiedliche Künstlerpersönlichkeiten zu ihrer Entfaltung. Darunter waren Grenzgänger zwischen Performance und Installation wie z.B. Felix Dröse und Katharina Sieverding, aber auch herausragende Maler wie Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Imi Knoebel, Bernd Schwarzer oder Blinky Palermo.

Zahlreiche Fluxus- und Happening-Veranstaltungen sowie Vorträge brachten eine ungeheure Publizität mit sich, Joseph Beuys wurde zur Leitfigur der 68-er Bewegung, die gegen etablierte verkrustete Gesellschaftsideologien ankämpfte. So legte sich Beuys mit der NRW-Landesregierung von Johannes Rau an, was letztlich in den Rauswurf von der Düsseldorfer Akadamie mündete.

Internationale Würdigung

Als bedeutendster Aktionskünstler der Moderne und Revolutionär der modernen Kunst wurde Joseph Beuys zum kongenialen Gegenpart von Andy Warhol, der ihn an der Kunstakademie in Düsseldorf besuchte und der ihn mehrfach in seinen berühmten Siebdrucken festhielt. 1964 nahm Beuys erstmals an der Documenta III in Kassel teil, die er fortan ständig begleiten sollte. Im „Kunstkompass“ wird Joseph Beuys zusammen mit Andy Warhol regelmäßig als einflussreichster Künstler der Kunst des 20. Jahrhunderts geführt.

Werke auf Anfrage: Original-Grafiken

_

Editionen + Multiples

_

Fotografien

_

Raritäten / Postkarten / Poster

Galerie Kellermann