Niki de Saint Phalle

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Handsignierte Grafiken, Skulpturen und Objekte
von Niki de Saint Phalle

Mit ihren fröhlich-bunten Nanas – stilisierten üppigen Frauenfiguren in knalligen Popart-Farben – wurde Niki de Saint Phalle weltberühmt. Sie heiratete in zweiter Ehe den Künstler Jean Tinguely und schloss sich der Künstlergruppierung der „Nouveau Réalistes“ an. Niki de Saint-Phalle gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

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Kunst als Heilmittel der Seele

Zur Kunst kam Niki de Saint-Phalle, um die Traumata ihrer Kindheit und ihrer ersten Ehe zu verarbeiten. Als Kind wurde Niki de Saint-Phalle Opfer sexuellen Missbrauchs durch ihren Vater, die strenge und verdrängende Erziehung in einer Klosterschule in New York erschien in der sensiblen Niki wie ein Gefängnis. Um ihrer Kindheit zu entfliehen heiratet sie bereits mit 18 Jahren den Schriftsteller Harry Matthews. Sie haben 2 Kinder, die Ehe zerbricht jedoch an häuslicher Gewalt. Niki erleidet einen Nervenzusammenbruch und verbringt einige Zeit in eier psychiatrischen Anstalt. Um ihre Ängste und Traumata zu verarbeiten, beginnt sie künstlerisch zu arbeiten.

Von blutenden Schießbildern zu Ikonen der Lebensfreude

Erstes Aufsehen erregte Niki de Saint Phalle mit ihren um 1955 entstandenen „Schießbildern“, mit denen Sie den Missbrauch durch ihren Vater verarbeitete. Auf Leinwänden fertigt Sie düstere Collage-Bilder aus Spielzeugen und zerbrochenen Puppen, in die sie mit Farbe gefüllte Beutel verteilt. Auf ihren Vernissagen wurde mit Luftgewehren auf die Beutel geschossen, die Beutel zerplatzten und die Farbe „blutete“ über das Bild. Die spektakulären Vernissagen waren schnell Publikumsrenner und liefen den Ausstellungen etablierter Künstler den Rang ab.
1964 entstanden schließlich die „Nanas“, die Niki de Saint Phalle international bekannt machten. Mit diesen fröhlich bunt bemalten Figuren mit ihren betont weiblichen Formen setzt sich Niki de Saint Phalle mit der Rolle der Frau auseinander. Für das „Moderna Museet“ in Stockholm gestaltet die Künstlerin die legendäre 29 Meter lange Skulptur Hon, die die Besucher über die Vagina betreten können. 1968 zeigte das Museum of Modern Art (MoMA) in New York die „Nanas“ in einer Einzelausstellung und Niki wurde zur erfolgreichsten Künstlerin der Nachkriegskunst.
Weltberühmt sind insbesondere der Strawinski-Brunnen vor dem Centre Pompidou in Paris, die „Nana“-Skulpturen am Leineufer von Hannover, der Tarot-Garten im norditalienischen Capalbio und die Grotte in den Herrenhäuser Gärten des ehemaligen Welfenschlosses in Hannover. Im Jahr 2000 wurde sie zur Ehrenbürgerin der Stadt Hannover ernannt und vermachte aus diesem Anlass 300 ihrer Werke dem dortigen Sprengel-Museum.

Durch die giftigen Dämpfe der Farben und Lösungsmittel bei der Erstellung ihrer großen Skulpturen litt Niki de Saint Phalle an einer Lungenverätzung und zog sich auf Anraten ihrer Ärzte ins milde Klima von San Diego, Kalifornien zurück. Sie verstarb am 21. Mai 2002 im Alter von 71 Jahren in San Diego.

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Alle folgenden Grafiken und Objekte von Nike de Saint-Phalle auf Anfrage. Lieferbarkeit unter Vorbehalt.

Graphiken von Niki de Saint Phalle

 

Galerie Kellermann