Otto Piene

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Otto Piene – handsignierte Grafik des großen ZERO-Künstlers

Otto Piene (1928 in Laasphe geboren und 2014 in Berlin verstorben) gilt als einer der großen Avantgardisten der deutschen Nachkriegskunst, der mit der Gründung der Zero-Gruppe der deutschen Nachkriegskunst zu internationalem Ansehen verhalf. Wie bei kaum einem anderen Künstler prägten das Experiment und grenzüberschreitende Versuche in der Kunst sein Werk. Charakteristisch für Piene waren insbesondere seine Rauchgemälde, Feuerbilder, Lichtinstallationen und aufblasbare Himmelsskulpturen.

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„Ich muss gestehen, dass ich in meiner Arbeit immer dann am glücklichsten war, wenn sie eine überraschende Wendung nahm.“ Otto Piene

Die Erneuerung der Kunst mit Feuer und Licht

Zusammen mit Heinz Mack gründete Otto Piene 1957 in Düsseldorf die Avantgarde-Gruppe ZERO. Der Name symbolisiert einen „Nullpunkt der Kunst“ – nichts weniger also als den kompletten Neubeginn in der Malerei und die Einbeziehung von Licht, Schatten und – in Pienes Fall – auch von Feuer in das künstlerische Schaffen.

1959 begann Piene unter Bezugnahme auf elementare Naturenergien Lichtballette und Rauchbilder zu gestalten. Die Spuren von Feuer und Rauch sind seitdem ein prägender Bestandteil seiner Werke. Außerdem experimentierte er mit Multimedia-Kombinationen und lichtkinetischen Arbeiten und schuf in intensiver Auseinandersetzung mit Licht und Bewegung Luft- und Lichtskulpturen. Berühmt wurde u.a. sein riesiger Plastikregenbogen, den der mehrfache Documenta-Teilnehmer bei den Olympischen Spielen in München 1972 in den Himmel steigen ließ.

Piene – einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Moderne

Mitte der siebziger Jahre emigrierte Piene in die USA, wo er am Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) in Boston 20 Jahre lang ein Medienlabor für künstlerisch-optische Experimente leitete und zum Professor of Visual Design for Environmental Art (Professor der Umweltkunst) berufen wurde. 2008 gründete Otto Piene zusammen mit Heinz Mack, Günther Uecker und der Stiftung Museum Kunstpalast in Düsseldorf die ZERO Foundation. Am 17. Juli 2014 starb er in Berlin unmittelbar nach der Eröffnung der bislang größten Retrospektive seiner Werke in der Neuen Nationalgalerie. Die darauf folgende international hoch beachtete ZERO-Ausstellung im Guggenheim Museum New York erlebte der Künstler nicht mehr.

Otto Piene gilt heute als einer der großen Kunsterneuerer und als einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Auszeichnungen

• 1968: Konrad-von-Soest-Preis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
• 1989: Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland
• 1994: Ehrendoktorwürde als Doctor of Fine Arts h.c. der University of Maryland
• 1996: „Sculpture Prize“ der American Academy of Arts and Letters, New York
• 2003: „Leonardo da Vinci World Award of Arts“ des Weltkulturrats, Mexiko-Stadt
• 2008: Preisträger für bildende Kunst der Kulturstiftung Dortmund
• 2008: Großer Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland
• 2013: Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt am Main
• 2014: Erster Deutscher Lichtkunstpreis, Kunstmuseum Celle

Ausgewählte Ausstellungen

• 1959: documenta II, Kassel
• 1964: documenta 3, Kassel
• 1964: Wise Gallery, New York
• 1965: Kestner-Gesellschaft, Hannover
• 1968: Konrad-von-Soest-Preis 1968, Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster
• 1977: documenta 6, Kassel
• 1985: Biennale von São Paulo
• 1996: Kunstmuseum Düsseldorf im Ehrenhof
• 2001: Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon
• 2008: Museum am Ostwall, Dortmund
• 2008/09 Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon
• 2009/10: Kunstverein Langenfeld
• 2010: Leopold-Hoesch-Museum, Düren
• 2014: Neue Nationalgalerie, Deutsche Bank KunstHalle, Berlin
• 2014: Langen Foundation, Neuss
• 2014: Guggenheim Museum New York
• 2015: Martin-Gropius-Bau, Berlin

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Werke auf Anfrage:
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handsignierte Grafik-Editionen

Galerie Kellermann