Ralph Kerstner

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Ralph Kerstner – Konkrete Kunst zwischen Zero und Minimalismus

Ralph Kerstner gehört zu einer neuen Generation von Künstlern, die ihre künstlerische Heimat in einer neuen konkreten Kunst zwischen ZERO und Minimalismus finden.
Der 1953 in Grafschaft geborene Städelschüler Ralph Kerstner startete zunächst eine erfolgreiche Karriere als Ingenieur und Unternehmer. Nach dem Verkauf seines Unternehmens widmete er sich vollkommen seiner eigentlichen Leidenschaft – der Kunst.

Die geometrische Formensprache von konkreter Kunst und Minimalismus

Die Wurzeln von Ralph Kerstners Kunst gehen zurück auf die bereits 1924 von Theo van Doesburg eingeführte „konkrete Kunst“ mit dem Grundprinzip der geometrischen Konstruktion und der konstruktiven Kunst von Max Bill und Richard Paul Lohse. Der von Max Bill formulierte „reine Ausdruck von harmonischem Maß und Gesetz“, das zu neuen künstlerischen Ausdrucksformen findet, ist auch die Grundlage der geometrisch klaren Formensprache von Ralph Kerstner. Auch das Prinzip der geometrischen „Primary Structures“ der Minimalisten um Donald Judd, John Maccracken und Sol LeWitt mit ihrem Streben nach schematischer Klarheit und der Reduktion auf essentielle Grundstrukturen lässt sich in den Papierarbeiten und Skulpturen von Ralph Kerstner wieder finden.

Das Spiel mit Licht und Schatten: die Prägedruck und Schnittcollagen von Ralph Kerstner

Die Art und Weise, wie Ralph Kerstner seinen Prägedrucken mit Skalpell und Schere zu Leibe rückt, erinnert nicht von ungefähr an ein weiteres wichtiges Vorbild: Lucio Fontana. Fontana formulierte 1946 das „Manifesto bianco“, das „Weißes Manifest“und verformte als erster Künstler die unichrome Grundlange 3dimensional. Und nicht zuletzt sind es die Begründer der ZERO-Bewegung, insbesondere Günther Uecker und Yves Klein, die Ralph Kestner in seinem Schaffen maßgeblich beeinflussten.

Den weissen Prägedruck auf Bütten und das Spiel mit Licht und Schatten der ZERO-Bewegung kombiniert Kestner geschickt mit der Raumkunst Fontanas und der Formensprache des Minimalismus. Mit großem Forschergeist und dem Tüftlerinstinkt des Ingenieurs erfand Kerstner ein neues Prägedruck-Verfahren für seine minimalistische Formensprache.

Ähnlich wie Uecker schafft es Kerstner, mit kluger Kunst die rein geometrische konkrete Form zu transformieren – in Werke, die stets auch metaphorische Sinnbilder des realen Lebens sind. Die Interpretation überlässt der Künstler dennoch ganz dem Betrachter und lässt Platz für eigene Assoziationen. Denn Licht und Schatten, Raum und Bewegung – und nicht zuletzt der Standpunkt des Betrachters lassen jedes Werk immer wieder anders erscheinen.

Werke auf Anfrage

Prägedrucke 85×85 cm

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Prägedrucke 50×50 cm

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3D-Wandobjekte

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Stahlskulpturen

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Galerie Kellermann