Helena Münch

Helena Münch – Dem Wesen der Farbe auf der Spur

Was macht das eigentliche Wesen der Farben aus, wie verändern sie sich durch freien Fluss und spontane Verdichtung? Helena Münch (*1990, Köln) geht in ihrer Kunst genau dieser Fragen auf den Grund. Die junge Künstlerin experimentiert mit frei fließenden Farben, reinen Pigmenten, Bindemitteln und speziell beschichteten Leinwänden und schafft so intensive Farbräume, die weit über die Leinwand hinaus in den Raum greifen.

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Schon in ihrer frühesten Kindheit begegnete Helena Münch der Kunst. Ihr Vater, Käthe-Kollwitz-Preisträger Horst Münch, zählt seit den frühen 70er Jahren zu den renommierten deutschen Malern und Bildhauern,  bereits früh stellte er u.a. beim legendären Düsseldorfer Galeristen Alfred Schmela aus. Wie auch ihren Vater einst, zieht es die gebürtige Kölnerin an die Kunstakademie in Düsseldorf. Dort nimmt sie das Studium unter Siegfried Anzinger auf und widmet sich seither als einzige ihrer Klasse nicht der figurativ-gegenständlichen Kunst, sondern der rein abstrakten Malerei. 2020  beendete sie ihr Studium als Meisterschülerin.

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Aufblühende Farbräume zwischen Monochromie und Bewegung

Helena Münch fängt förmlich Farb- und Formbewegungen ein, die zum großen Teil von spontaner Bewegung und  Zufall gezeichnet werden. Jedes ihrer meist monochromen Werke setzt sich aus Aktion und Reaktion zusammen: „Der Zufall spielt bei meinen Arbeiten eine große Rolle.“ Sie lässt Farbe und Pigmente auf ihre Leinwände gleiten und sich ausbreiten – zunächst völlig ohne künstlerische Vorgabe. Durch Bewegungen interagiert die Künstlerin mit den unterschiedlich fließenden Farben. So schafft Münch ineinander übergreifende, mal lichte hauchdünne, mal sich überlagernde kräftige Farbverläufe, die sich beeindruckend zu stark verdichteten Pigment-Explosionen kumulieren.

Zwischen künstlerisch komponierter und sich selbst entwickelnder Malerei entstehen so dynamische Farbwelten, die die Natur in ihrem Mikro- und Makrokosmos widerspiegeln, dabei aber dem Betrachter bewusst Raum für freie ganz eigene Assoziationen lassen.

Nicht nur dem Zufall, sondern auch der Materialität der Farbe räumt Helena Münch einen hohen Stellenwert in ihrem Werk ein und folgt mit dieser charakteristischen Form des Schaffens zwischen natürlichem Prozess und künstlerischer Gestaltung den Spuren von Klassikern wie Yves Klein, Otto Piene und Gotthard Graubner.

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