Kurt Grimm

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Kurt Grimm – Zeitlos schöne Stahlskulpturen auf den Spuren von Eduardo Chillida

Kurt Grimm wurde 1960 in Würzburg geboren als jüngstes Mitglied einer renommierten unterfränkischen Bildhauerfamilie. Nach alter Familientradition wurde er zunächst als Holz- und Steinbildhauer ausgebildet und verfeinerte dabei seine technischen Fertigkeiten, bevor er in der Abstraktion und dem Medium Stahl seine eigentliche Passion fand, in der Tradition seines großen Vorbildes Eduardo Chillida.

Seit 1985 arbeitet Grimm als freischaffender Bildhauer und gibt als Dozent Vorlesungen an der Darmstädter Hochschule für Gestaltung. In und um Würzburg finden sich zahlreiche seiner Kunstwerke im öffentlichen Raum.
Über ein Jahrzehnt hinweg entwickelte Kurt Grimm eine eigene Formsprache, die durch Dekonstruktion und Rekonstruktion einfacher geometrischer Grundformen ästhetische Potentiale freisetzt. Dieses Nebeneinander von formaler Strenge und spielerischer Leichtigkeit verleiht seinen Plastiken die Aura des zeitlos Schönen.

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Dekonstruktion und Rekonstruktion

Eine Kreis- oder Kubusform wird in einzelne Glieder zerteilt und neu zu einer Welle zusammengesetzt. Die Nahtstelle zwischen zwei Segmenten verdeutlicht das Drehmoment, welches eine Bewegungsrichtung auf die nächste überträgt. Diese Bewegungen umkreisen einen Mittelpunkt und drängen in den Raum als lebendige Formen, meist mit einem „offenen Ende“ wie es der Bildhauer ausdrückt. Titel wie „Aufbruch“, „Bewegung“ „Welle“ oder „Faltung“ charakterisieren den Bereich der Veränderung. Seine Skulpturen sind nicht in sich geschlossen und auf sich bezogen, sondern nach außen gerichtet. Sie eröffnen ein Gebiet vielfältiger, gegenseitiger Beziehungen.

Schwere und Leichtigkeit – Eisen als gestalterisches Medium

Eine große Rolle bei Kurt Grimm spielt auch das Material Eisen: „Es ist für mich ein absolut ehrliches Material – und es ist bestens geeignet, meine Formen in größere Dimensionen umzusetzen und sie ausdrucksvoll zu gestalten. Mit Stahl kann ich kühne Konstruktionen auf kleinster Standfläche ruhen lassen. Großer Masse und schwerem Gewicht Leichtigkeit zu verleihen – das reizt mich als Künstler.“

Auch mit den Farbnuancen der Rostpatina seiner Skulpturen setzt Kurt Grimm besondere Akzente. Neben Rosttönen, erzeugt durch die Bearbeitung mit Sandstrahl, – eine schnelle Variante des normalen Rostens an der Luft -, arbeitet er vielfach mit Leinöl, das auf Eisen in einem dunklen, satten Braunton resultiert: „Das Rotbraun der Korrosion ist mit seinem wechselseitigen Farbenspiel die interessanteste Oberfläche, die ich mir für meine Skulpturen vorstellen kann.“

Monumentalität mit spielerischer Eleganz

Selbst Grimms kleinformatige Skulpturen entfalten einen gewissen Grad an Monumentalität aufgrund der ausschwingenden Formen, die sich freilich allesamt elegant zurückkrümmen und ein trickreiches Wechselspiel von Schlingen, Schleifen und Bögen bilden. So entstehen zeitlos schöne Plastiken, die Räume einnehmen, Räume umschließen, Blicke verstellen und Blicke freigeben.
Bei aller Monumentalität wirken seine Arbeiten immer spielerisch und leicht und sie entwickeln ihre ganz eigene Ästhetik. Exemplarisch hierfür stehen die Arbeiten aus gebogenen Stahlbändern, geradezu tanzende Skulpturen, die nicht nur in ihrem Inneren die Luft zu verwirbeln scheinen, sondern auch den sie umgebenden Raum in Schwingung versetzen.

Arbeiten im Öffentlichen Raum

1997 Gemeinde Veitshöchheim
1998 Gemeinde Rielasingen-Worblingen – Stadt Tauberbischofsheim
Bunka Woman Universita Tokyo / Japan
2000 Stadt Otsu / Japan
2005 Stadt Tauberbischofsheim
2007 Leverkusen
2010 Kitzingen / Praxis Lorke Würzburg / Stadt Mainbernheim
2011 Saarbrücken / Stadt Merkendorf
2013 Juliusspital Würzburg
2014 Stadtgraben Treffpunkt Merkendorf
2015 35. Ev. Kirchentag Stuttgart Installation in der Kulturkirche (creo)
2016 Altarraumgestaltung Kirche Vogelsburg
2017 Brunnen Medizinisches Versorgungszentrum Kleinrinderfeld
2018 Brunnen Krankenhaus Tauberbischofsheim / Skulptur Alte Turnhalle Lohr
Skulptur Gemeinde Kürnach
2019 Vier Skulpturen für den Skulpturenpark Golfplatz Maria Bildhausen
2020 Drei Skulpturen für den Skulpturenpark Golfplatz Maria Bildhausen
2020 Brunnen Medizinisches Zentrum Bad Königshofen

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