Sammlung Dresen

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ZERO und Kinetik – die Sammlung Dresen

Der Düsseldorfer Unternehmer Lutz Dresen hat in 60 Jahren Sammlerleidenschaft eine herausragende Sammlung kinetischer Kunstwerke zusammengetragen, mit Schwerpunkt auf die Künstler der ZERO-Gruppe. Eine Sammlung, von der Günther Uecker später sagen sollte, sie sei die „wahrscheinlich authentischste Privatsammlung kinetischer Kunst überhaupt“.
Bereits im Alter von 14 Jahren lernte der junge Dresen einen der Vorreiter des ZERO-Bewegung kennen: Hajo Bleckert, der bereits 1955 mit Ottto Piene in einer Wohngemeinschaft lebte und dessen frühe Rasterbilder Piene nachhaltig beeinflussten – und somit die Grundlage für ZERO bildeten.

Mit seinem Lehrlingsgehalt bürgte Lutz Dresen für Günther Ueckers erste Sticksäge, wofür Uecker sich mit einem Nagelbild revanchierte. „Wir haben umgestürzte Bäume im Grafenberger Wald mit einer großen Kettensägte zerkleinert, damit Uecker in das Holz seine Nägel schlagen konnte“ erinnert sich der Sammler in einem Interview mit der w-z. Bis heute ist Lutz Dresen mit Günther Uecker besonders verbunden. Prunkstück seiner Sammlung ist eine Lichtscheibe, die Günther Uecker speziell für Lutz Dresen in der Art seiner frühen Meisterwerke fertigte.
Heinz Mack schenkte Lutz Dresen für seine Arktis-Reise die erste kabellose Bohrmaschine. So förderte der Unternehmer mit seinem Elektrofachgeschäft immer wieder Künstler, deren Werke er fortan sammelte. „Zero-Kunst hat mir neben meinem Glauben ein sinnhaftes Leben ermöglicht.“
Über 170 Werke umfasst die Sammlung Dresen, die nun von der Galerie Kellermann präsentiert wird.

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Im „Lichtraum“ in der Heinrich-Heine-Allee 12 sind Meisterwerke der Lichtkinetik zu sehen: Neben Günther Ueckers bereits erwähnten „Lichtscheibe“ verwandelt ein original Lichtballett von Otto Piene aus dem Jahr 1967 den Raum in ein Gesamtkunstwerk, begleitet von seltenen Multiples von Julio Le Parc, einem Lichtkasten von Christian Megert mit drehendem Spiegel und einer rotierenden Lichtstele von Heinz Mack aus dem Jahr 1960.
Im „Spiegelraum“ befinden sich hauptsächlich Werke von Adolf Luther, unter anderem der einzige Rundtisch des Künstlers mit einer riesigen Linse mit 100 cm Durchmesser oder einer Kooperationsarbeit, die Adolf Luther 1967 mit Günther Uecker fertigte. Über den Schreibtischen der Galeristen hängen Unikat-Abzüge von Charles Wilp und Yves Klein, im Entré der Galerie werden neben den genannten ZERO-Künstlern Meisterwerke von Francois Morellet, Arman, Luis Tomasello, Jesus Rafael Soto, Friedrich Becker, Ewerdt Hilgemann, Jiri Hilmar, Oskar Holweck, Bridget Riley und Victor Bonato gezeigt.
In der Oberkasseler Galerie Kellermann werden dann auch die vielen weiteren Künstler gezeigt, die Lutz Dresen mit viel Leidenschaft und dem Gespür für das Besondere zusammen getragen hat: Werke von Rolf Glasmeier z.B., von Hajo Bleckert, Arnulf Hofmann, Jürgen Lit Fischer, Ludwig Wilding, bis hin zu aktuellen Künstlern des „New Zero“ und der Kinetik.

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WERKE AUF ANFRAGE

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Günther Uecker

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Heinz Mack

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Otto Piene

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Adolf Luther

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Julio Le Parc

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Christian Megert

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Gotthard Graubner

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Victor Bonato

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Jesus Rafael Soto

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Arman

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Rolf Glasmeier

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Hajo Bleckert

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Weitere Künstler

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Moderne Kunst in Dsseldorf