Rupprecht Geiger

WVZ Paul Eubel – Bilder für den Himmel, 2000, S. 146-149

Rupprecht Geiger verschlug es mehrmals nach Japan: 1986 im Rahmen einer Ausstellung im Seiji Togo Kunstmuseum in Tokio und 1988 ins Goethe-InsDtut Osaka für die Ausstellung „Bilder für den Himmel. Kunstdrachen“. Hierzu schuf Geiger eigens seinen „roten Drachen“ und setzte die Farben Pink und Red in zwei unterschiedlich rechteckigen Formen zusammen. Die daraus entstandene Form eines fast quadratischen Elements mit einem darauf platzierten liegenden Rechteck ordnet sich geschickt in sein Schaffen dieser Zeit ein, evoziert aber gleichzeitig die Form einer traditionellen japanischen Drachenart des Sodedako, der seinen Name einem Kimono-artigen Kleidungsstück verdankt. Ein Sode-Drachen wurde z.B. zur Geburt eines männlichen Nachfahrens gebaut, er gilt als besonders glücksbringend.

Provenienz: art kite Museum, Detmold. Kunstdrachen-Sammlung „Bilder für den Himmel“

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