Gerhard Richter

*1932 in Dresden

Gerhard Richter – die Stilvielfalt als Prinzip

Gerhard Richter zählt zu den bekanntesten und höchstdatiertesten Künstlern der Gegenwart. Sein umfangreiches Oeuvre umfasst die verschiedensten Facetten und Techniken und es scheint, als wäre der Pluralismus und die Stilvielfalt sein künstlerisches Prinzip.

Von Beginn an war seine künstlerische Laufbahn durch ein Wechselspiel der Techniken bestimmt, wobei sich Richter stets experimentierfreudig mit Abbildungen der Wirklichkeit auseinandersetzte und die Möglichkeiten von Malerei und Fotografie auslotete – sein Werk war und ist geprägt von Widersprüchen, Ambivalenzen und Diskontinuitäten.

Ausstellungen (Auswahl)

1964 Gerd Richter. Fotobilder, Portraits und Familien, erste Einzelausstellung in der Galerie Friedrich & Dahlem, München

1969 Nine Young Artists im Guggenheim Museum New York

1972 Deutscher Pavillon der 36. Biennale mit der Werkgruppe 48 Porträts, Venedig

1986 Bilder 1962–1985 in der Kunsthalle Düsseldorf

1993/94 Retrospektive mit Stationen in Paris, Bonn, Stockholm, Madrid

2002 Retrospektive im MOMA New York

2004 Eröffnung der Gerhard-Richter-Räume im Albertinum Dresden

2011/12 Gerhard Richter: Panorama in der Tate Modern, London

2014 Gerhard Richter. Bilder/Serien in der Fondation Beyeler, Riehen (Schweiz)

2016 Gerhard Richter. Birkenau im Frieder-Burda-Museum, Baden-Baden

2017 Gerhard Richter. Über Malen – Frühe Bilder im Kunstmuseum Bonn

2017 Gerhard Richter. Neue Bilder im Museum Ludwig, Köln

2022 Gerhard Richter. Portraits. Glas. Abstraktionen im Albertinum Dresden

 Neben dieser kleinen Auswahl war und ist Gerhard Richter in zahlreichen weiteren nationalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstelllungen vertreten.

Biography

Gerhard Richter wurde 1931 in Dresden geboren und begann nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs dort sein Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste. Nach einer kurzen künstlerischen Schaffensphase in der DDR floh er 1961 nach Westberlin und setzte sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Karl Otto Götz fort.

Mitte der 60er Jahre begann er fotografische Motive auf Leinwand zu übertragen. Dabei praktizierte Richter keinen reinen Fotorealismus, er veränderte die Abbildung, sodass sich eine mystische Unschärfe bildete, die das Motiv hinter einem leichten Dunstschleier verbarg. Mit der Zeit verstärkte Richter diese Unschärfe und übermalte seine fotorealistischen Gemälde zusehends abstrakter. Die Motive für seine Arbeiten entsprangen dabei meist Zeitungen oder Illustrierten, Richter wurde aber auch selbst fotografisch tätig. Neben Menschen mit persönlichem Bezug nutzte der Künstler auch Gegenstände, Landschaften oder Stadtansichten als Motiv. Zu nennen wären hier insbesondere die „Seestücke“ die nach seiner Grönland-Reise im Jahr 1975 entstanden sowie das Motiv der Kerze, welches seit den 80er Jahren immer wieder in seinem Oeuvre auftaucht.

Auch mit politischen Themen wie der Aufarbeitung der NS-Zeit setzte sich Richter intensiv auseinander. Bezeichnend dafür ist der „Birkenau-Zyklus“ in dem er auf vier Leinwänden Fotografien des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau abbildet und diese in mehreren Schichten übermalt. Aber auch aktuelle politische Diskurse griff Richter in seinen Werken auf wie z.B. in seinem collagenartigen „RAF-Zyklus“.

Seit Ende der 60er Jahre widmete sich Richter vermehrt der Abstraktion, bis er in den 70er Jahren die Rakeltechnik für sich entwickelte. Mit dieser Technik konnte er mehrere Farbschichten übereinander aufgetragen, sodass nicht nur dynamisch-expressive Farben und Formen zufällig entstehen konnten, sondern außerdem die Materialität des Werks betont wurde.

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