Heidi Gerullis

*1948 in Brilon, Deutschland

Balance von Material, Form und Struktur

Im Werk von Heidi Gerullis gehen Zufall und Kalkül Hand in Hand. Das Wesen ihrer Arbeit liegt in der kompositionellen Vielfalt im Spannungsverhältnis zwischen strikt geometrischer Anordnung und teils zufälliger, teils gewollt gegenläufiger Aufstellung der Teilelemente. Sie stellt Ordnung und Chaos, die Grundprinzipien der Schöpfung, gezielt gegenüber, ganz in der Tradition von Arthur Schnitzler: „Ordnung ist etwas Künstliches. Das Natürliche ist das Chaos.“

So eröffnet Heidi Gerullis ein spannungsreiches Spielfeld von raumplastischen Arrangements und dynamischen Feldern auf der malerischen Bildebene.  In ihren Ritzungen trägt sie Acrylfarbe auf, die sie anschließend durch parallel geführte Meißelkerben aufbricht. Sie wechselt zwischen geordneten Reihungen und gegenläufigen Strukturen, konfrontiert Farben miteinander oder reduziert sie auf Ton-in-Ton-Familien. Durch das Spiel übereinander gelegter Farben wird so eine Räumlichkeit evoziert, mal von einfachem Vorder- und Hintergrund, mal von tiefenstrukturellem Netzwerk.

Ausstellungen (Auswahl)

2026

Galerie Kellermann, Düsseldorf

2025

Neuss, Schloss Reuschenberg

Donaueschingen, Museum ArtPlus

2022

Donaueschingen, Museum ArtPlus

2021

Galerie Fetzer, Sontheim

2020

Galerie Schlichtenmaier, Stuttgart

2019

Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft. Freiburg im Breisgau

Galerie Kellermann, Düsseldorf

2018

Donaueschingen, Museum ArtPlus

6. Triennale der Skulptur, Bad Ragaz und Vaduz, Schweiz

 2017

Galerie Linde Hollinger, Ladenburg

 2014

Art Karlsruhe

Kunsttage Winningen

Galerie Linde Hollinger, Ladenburg

2013

Art Karlsruhe

Skulpturenpark Prinzengarten, Sigmaringen

2012

Art Karlsruhe

Galerie Linde Hollinger, Ladenburg

1996

Palais Universitaire, Straßburg, Frankreich

Galerie du Faison, Straßburg, Frankreich

Kunstmuseum Swiradow, Polen

Sammlung Blum, Hünfeld

1994

E-WERK, Freiburg im Breisgau

1993

Städtische Galerie Schwarzes Kloster, Freiburg im Breisgau

Biografie

Heidi Gerullis studierte von 1968 bis 1973 bei Prof. Will an der Kunsthochschule Köln. Anschließend führten sie Auslandsaufenthalte nach London, Mailand und Florenz. Seit ihrem Aufenthalt in London im Jahr 1972 verbindet sie eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit dem Künstler Reiner Seliger, die sich in gemeinsamen Lebens- und Arbeitsstationen in Mailand, Florenz sowie in Castello di Montefioralle in der Toskana fortsetzt, wo beide seit 1983 ansässig sind.

1980 wurden in ihrer zweiten Heimat Düsseldorf die Zwillinge Violetta Elisa und Anne Janina geboren.

Nach ihrem Umzug nach Freiburg im Breisgau entstand in ihrem Atelier im E-Werk ein wesentlicher Teil ihres malerischen Œuvres sowie bedeutende Rauminstallationen. Für diese Arbeiten erhielt sie 1994 den Kunstpreis „La Fondation des Prix Européens“. Von ihren Installationen „Rochade 1“ und „Rochade 2“, gezeigt im Palais Universitaire in Straßburg, produzierte der Fernsehsender ARTE einen gleichnamigen Film.

Parallel zu ihrer freien künstlerischen Tätigkeit entwickelte Heidi Gerullis eine eigene Produktdesign-Linie im Bereich kreativen Schmucks unter eigenem Label und arbeitete mit internationalen Schmuckgalerien zusammen. Diese Tätigkeit beendete sie im Jahr 2012, um sich seither wieder vollständig auf ihre freie künstlerische Arbeit zu konzentrieren.

Werke

Unikate

Werke auf Leinwand

Papierarbeiten

Großformate

Kleine/Mittlere Formate

Wandskulpturen

Skulpturen

Outdoor Objekte

Multiples

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