Sina Yome Link

*1994 in Göttingen

Ein zentrales Element im Schaffen von Sina Yome Link ist die Variabilität des Sehens. Aus welcher Perspektive sehen wir die Welt? Was können wir wissen? Was übersehen wir?

In ihren Arbeiten entzieht sich das Motiv oft auf den ersten Blick und zeigt sich erst durch Partizipation oder aus einem anderen Blickwinkel heraus. Sehen bedarf der aktiven Handlung. Erst mit Blitz fotografiert, wandelt sich das gedruckte Negativ der Arbeit in ein Positiv um. So wird in einem flüchtigen, reversiblem Prozess das Motiv durch Licht sichtbar.

Auch die wahre Beschaffenheit des Mittelmeeres wird erst durch die Benutzung eines Kamerablitzes sichtbar. Dann wird aus der scheinbar ruhigen Oberfläche des Meeres ein aufgewühltes, bedrohliches Meer, gefährlich und totbringend.

Sina Yome Links Arbeiten beschäftigen sich auf eindrückliche Weise mit der Situation von Flüchtenden auf dem Mittelmeer. Sie thematisieren die (Un-)Darstellbarkeit menschlichen Leids und die Grenzen der Fotografie.

AUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)

2023 Dorothea Konwiarz Stiftung, Berlin

2023 Liebermann Villa, Berlin

2022 nyg-west, Leipzig

2022 Dorothea Konwiarz Stiftung, Berlin

2021 Museum für Fotografie, Berlin

2021 Kleistpark, Berlin

2020 oqbo, Berlin

2019 Kunstverein KunstHaus Potsdam, Berlin 2018 Bar Babette, Berlin

2017 Galerie Burster, Berlin

2017 Bethanien, Berlin

PREISE/STIPENDIEN

2022 IBB-Preis für Photographie

2021/22 Stipendium, Dorothea-Konwiarz-Stiftung

Biography

Absolventin 2023 Universität der Künste Berlin

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