Rupprecht Geiger

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Rupprecht Geiger – Ein Leben für die Farbe

Rupprecht Geiger (1908-2009) war einer der Hauptvertreter der Farbfeldmalerei in Deutschland, sein gesamtes Lebenswerk drehte sich um das Thema Farbe. Geiger betrachtete Farbe als autonomen Wert, „Farbe ist Energie“. Insbesondere durch die intensive Beschäftigung mit der Farbe Rot wurde in den 1950er Jahren international bekannt: „Rot ist Leben, Energie, Potenz, Macht, Liebe, Wärme, Kraft. Mit ihrer Fähigkeit zu stimulieren ist sie in machtvoller Funktion“.
Charakteristisch für seine Bilder waren einfache geometrische Formen wie Quadrat, Rechteck, Kreis oder Oval und intensiv leuchtende Farben und Kontraste.

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Vom Autodidakten zu einem der führenden Künstler Deutschlands

Rupprecht Geiger wurde 1908 als Sohn des Malers und Grafikers Willi Geiger in München geboren. Von 1926-1935 studierte er an der Kunstgewerbeschule in München und arbeitete zunächst in einem Münchner Architekturbüro, bis er 1940 an die Front in Russland eingezogen wurde. 1948 wurde sein erstes abstraktes Bild im „Salon des Réalistes Nouvelles“ in Paris ausgestellt. Ein Jahr später gründete zusammen mit Baumeister, Matschinsky-Denninghoff und Winter die Gruppe „ZEN 49“. In den 50er Jahren fand Geiger zu seinem für ihn typischen Stil mit abstrakten und farbintensiven Kompositionen. In den Jahren 1959 bis 1977 nimmt Geiger mehrmals an der documenta in Kassel teil. 1965 wird Geiger als Professor an die Düsseldorfer Akademie berufen, wo er bis zum Jahr 1976 lehrte.
Rupprecht Geiger ist eines von nur drei Ehrenmitgliedern des Deutschen Künstlerbundes. Seine Werke befinden sich in bedeutenden Museen und Sammlungen.

AWARDS/Auszeichnungen

• 1951 Domnick-Preis der Staatsgalerie Stuttgart
• 1958 Preis der Internationalen Triennale für Farbgraphik in Grenchen, Schweiz
• 1968 Burda-Preis
• 1986 Goldmedaille der 8. Internationalen Grafik-Biennale Fredrikstad, Norwegen
• 1988 Kunstpreis Berlin, vergeben von der Akademie der Künste, Berlin
• 1988 Großes Bundesverdienstkreuz
• 1989 Kulturellen Ehrenpreis der Landeshauptstadt München
• 1992 Rubenspreis der Stadt Siegen
• 1993 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst
• 1994 Harry Graf Kessler-Preis
• 1995 Oberbayerischer Kulturpreis
• 1997 Goldene Ehrenmünze der Landeshauptstadt München

Ausstellungen (Auswahl)

• 1959 documenta II
• 1964 documenta III
• 1967 Kunsthalle Düsseldorf
• 1968 documenta IV
• 1977 documenta 6; Quadrat Bottrop
• 1985 Retrospektive. Kunsthalle Düsseldorf
• 1986 Seiji Togo Kunstmuseum, Tokio
• 1994 Russisches Museum, St. Petersburg
• 1994 Gemäldegalerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Dresden
• 2002 XXV. Biennale von São Paulo, Brasilien
• 2005 Mies van der Rohe Haus, Berlin
• 2007/2008 Retrospektive zum 100. Geburtstag. Lenbachhaus, München
• 2008 Museum für Gegenwartskunst (Siegen)
• 2008 Neue Nationalgalerie, Berlin, Haus der Kunst, München
• 2017 Rupprecht Geiger. Farbe tanken, Kunstmuseum Bochum
• 2020 ROT X STAHL, Alf-Lechner-Museum Ingolstadt

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