Heinz Mack

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Heinz Mack: Begründer der ZERO-Gruppe und Pionier der eines neuen Kunstverständnisses

Das Licht ist das zentrale künstlerische Thema des 1931 im hessischen Lollar geborenen Heinz Mack. In seiner Malerei begreift Mack „Farbe als Licht und Licht als Farbe“. Farbintensität und Lichtintensität bestimmen seine Bilder und werden in immer wechselnden Spektralbetrachtungen eingesetzt. Ansatzlos und nuancenreich fließen die Farben ineinander, ohne ihre Prägnanz und Leuchtkraft zu verlieren. Durch die gezielt eingesetzten Farbkontraste schafft Mack rythmische und sinnliche Farbsequenzen.

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1957 gründeten Heinz Mack und Otto Piene in Düsseldorf die ZERO-Bewegung, der sich 1961 auch Günther Uecker anschloss. ZERO wurde zum Neuanfang in der Kunst und schuf neuartige Gestaltungsprinzipien und ästhetische Ideen, in denen Licht und Bewegung dominieren. Für Heinz Mack ist diese Zeit künstlerisch wegweisend und geprägt durch das permanente Experimentieren mit Material, Licht und Bewegung. Neben den „Dynamischen Strukturen“ in der Malerei erschafft Mack zahlreiche skulpturale Werke wie vibrierende Lichtreliefs, kinetisch arbeitende Rotoren, monumentale Lichtstelen oder lichtreflektierende Kuben.

Das vielseitige Werk des Heinz Mack

Besonders umfangreich ist das druckgrafische Werke von Heinz Mack. Bis in die frühen 80er Jahre entstehen komplexe Arbeiten wie Collagen, Silber- und Goldprägungen, Siebdrucke auf Glas, Aluminium und Ultraphanfolie oder auch Drucke auf Doppelblatt-Montagen. Ab den neunziger Jahren dominieren traditionelle Techniken wie Serigraphien, Lithographien, Holz- und Linolschnitte.

Heinz Macks Gesamtwerk ist außerordentlich vielseitig: Seine Skulpturen schafft Mack aus den verschiedensten Materialien, insbesondere Lichtstelen, Lichtrotoren, Lichtreliefs und Lichtkuben. Dazu prägen sein Oeuvre Malerei, Zeichnungen, Tuschen, Pastelle, Druckgrafik, Fotografie und bibliophile Werke sowie die Gestaltung von öffentlichen Plätzen, Kirchenräumen, Bühnenbildern und Mosaiken.

In den bedeutendsten Sammlungen der Welt vertreten und mit höchsten Ehrungen ausgezeichnet

Bis heute wurden die Arbeiten Heinz Macks in über 300 Einzelausstellungen und unzähligen Ausstellungsbeteiligungen gezeigt. Herauszuheben sind dabei die Teilnahme an Documenta II, Documenta III und der XXXV. Biennale in Venedig, sowie die großen Zero-Ausstellungen im Guggenheim Museum und im Martin-Gropius-Bau Berlin in den Jahre 2014 und 2015.

Heinz Mack ist wurde mit einer Reihe bedeutender Preise ausgezeichnet, u.a. mit dem Kunstpreis der Stadt Krefeld (1958), dem Premio Marzotto (1963), dem 1. Prix arts plastiques der 4. Biennale de Paris (1965), dem 1. Preis des internationalen Wettbewerbs Licht 79 der Niederlande (1979), dem Großen Kulturpreis des Rheinischen Sparkassenverbandes (1992) und dem Preis der Kulturstiftung Dortmund (2012). Im Jahr 2011 wird der Künstler mit dem „Großen Verdienstkreuz mit Stern“ der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Zudem wurde Mack als Professor an die Kunstakademie Osaka (Japan) und zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin berufen.

Seine Werke sind heute weltweit in mehr als 130 öffentlichen Sammlungen vertreten.

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Galerie Kellermann