Georges Braque

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Georges Braque – Mitbegründer des Kubismus und Pionier der Moderne

Der französische Maler, Grafiker und Bildhauer Georges Braque wurde im Jahr 1882 geboren und ist bis heute international bekannt und gefeiert – nicht nur für seine Stillleben, sondern insbesondere für seine avantgardistisch-geometrischen Werke, mit denen er den Kubismus initiierte und von Beginn an prägte. Mit der Begründung dieser neuen Stilrichtung Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die klassische Moderne eingeleitet und Braque revolutionierte, gemeinsam mit Picasso, die Malerei. Er wand sich von der Figuration ab und gewann mithilfe geometrischer und abstrahierter Formen eine künstlerische Freiheit, die noch viele nachfolgende Strömungen prägen sollte.

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Georges Braques Frühwerk: die Annäherung an den Kubismus

Als Grundlage für seine künstlerische Laufbahn absolvierte Georges Braque Ende des 19. Jahrhunderts eine Ausbildung zum Dekorationsmaler, allerdings ging er währenddessen seiner Leidenschaft an der École des Beaux-Arts nach und studierte Malerei. Im Jahr 1900 zog er in die Kunstmetropole Paris, wo er sein Studium fortsetzte und verschiedensten Inspirationsquellen und Vorbildern begegnete. Bei Ausstellungen im Salon des Indépendants lernte er Henri Matisse und André Derai kennen, von denen er in Richtung des Fauvismus beeinflusst wurde, aber auch Paul Cézannes Werke faszinierten Braque. Er entfernte sich daraufhin zusehends vom Fauvismus und orientierte sich an Cézannes farbiger Expressivität, den abgestuften Tonwerten und seiner scharfen Pinselführung. 1907 lernt er schließlich Pablo Picasso kennen und wurde zu seinem wichtigsten Künstlerfreund. Picasso und Braque beeinflussten sich gegenseitig und bewegten sich parallel immer mehr in Richtung der geometrischen Abstraktion, wobei sie Personen, Landschaften oder Gegenstände wie beispielsweise Musikinstrumente zerlegten, perspektivisch verzerrten und neu zusammensetzten – der Kubismus war geboren. Von diesem sogenannten analytischen Kubismus wand sich Braque bereits im Jahr 1912 allerdings zusehends ab und konzentrierte sich auf den synthetischen Kubismus, insbesondere auf die Technik der ‚Papier collés‘. Dabei ersetzte er Bildelemente durch Holzimitat-Papier oder Zeitungsausschnitte und dekonstruierte die geometrischen Bilder mit collagenartigen Elementen dadurch noch mehr.
Da Braque 1914 zum Wehrdienst eingezogen und ein Jahr später stark verwundet wurde, kehrte er erst 1917 zurück nach Paris, wodurch seine künstlerische Laufbahn pausierte.

Das Vogelmotiv als zentrales Spätwerk von Georges Braque

Mit den Erfahrungen an der Front des Zweiten Weltkriegs wand sich Braque ab den 20er Jahren vermehrt der Landschaftsmalerei sowie dem Stillleben und dessen Vergänglichkeitssymbolik zu. Daran anknüpfend setzte sich der Künstler in seinen „Atelierbildern“ vermehrt mit der räumlichen Gestaltung auseinander. Ab Anfang der 50er Jahren wurden stilisierte Vögel als Symbol für Freiheit und Vergänglichkeit zu Braques wichtigstem Motiv, das er in unzähligen Werken und Druckgrafiken variierte.
Braque blieb sich und seinem Malstil bis zu seinem Tod im Jahr 1963 treu, allerdings widmete er sich vor seinem Tod nochmals verschiedensten Medien und schuf ein Deckengemälde für den Louvre, Glasfenster für die Kirche Saint-Valery in Varengeville und zusammen mit dem Juwelier Löwenstein die berühmten Schmuckobjekte „Bijoux de Braque“.

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Alle folgenden Grafiken und Objekte von Georges Braque auf Anfrage. Lieferbarkeit unter Vorbehalt.

Graphiken von Georges Braque

 

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